Turnier Ludwigsburg 2026

geschrieben von Verena Aichholzer

Vorwort

Herzlich willkommen, liebe Tanzsportinteressierte, zum Blog der Tanzsportwelt der Höllriegl‘s.
Ein 2024/25 gegründeter Verein vorerst ohne praktische Vorerfahrung in der Welt des professionellen Formationstanzsports.

Mit unseren Reportagen möchten wir unsere Turniererfahrungen mit euch teilen und euch somit auf unsere Reise mitnehmen, welche für uns hoffentlich voller erinnerungswürdiger Erlebnisse wird. Hiermit laden wir euch herzlich ein mit den Erzählungen von jungen Tänzerinnen und Tänzern, in eine andere Welt einzutauchen. In das Spektakel, welches man sonst nur voller Glitzer, Glanz und Glimmer kennt. Eine Welt, in der neben Vorfreude, Ehrgeiz und Hoffnung auch Enttäuschungen, Tränen und Kritik Platz haben müssen.

Erfahrt in diesem Text – verfasst und aus der Sicht von Verena Aichholzer – was beim ersten Turnier der Saison 2026 passiert ist.
Viel Vergnügen! 

Reportage

Lesedauer etwa 18 Minuten

Fotos hierzu hier.

Zuerst einmal…

            Hallo zusammen, ich bin Verena und möchte euch einen kleinen Einblick in unser erstes Turnier für die Saison 2026 geben, welches wir gemeinsam mit unserer Standard-A-Formation erleben durften.

Samstag, der 31.01.2026
8:00 Uhr, ADTV-Tanzschule „Die Höllriegl’s“ Weiden

            Heute war es endlich soweit, unser erstes Turnier 2026 stand in Ludwigsburg an. Wir hatten ungefähr vier Stunden Fahrt vor uns. Mit Kostümen und gepackten Taschen versammelten wir uns um 8 Uhr an der Tanzschule und wer fehlte natürlich? Unsere Trainerin Emi.

            Dieses Mal hatten wir das Glück und konnten mit einem Bus zum Turnier fahren. Denn im Vergleich zum letzten Jahr waren wir diese Saison wesentlich mehr Personen. Nicht nur wir, die Standard-Turnier-Formation mit „Disney“, ist nach Ludwigsburg gefahren, sondern auch unsere Standard-A-Formation mit ihrem Stück „Music“.

            Dank der mehr oder weniger freiwilligen Teilnahme der Standard-A-Formation konnte die 2. Bundesliga Süd Standard überhaupt erst stattfinden. Leider konnte „Music“ nur mit 5 Paaren tanzen, weil in unserer Disney-Formation ein Tänzer nicht mitfahren konnte und daher einer aus „Music“ bei uns einspringen musste.

            Schlussendlich war unsere Trainerin auch mal da. Die Trainerin von „Music“, Claudia, konnte leider nicht mit nach Ludwigsburg fahren, da sie die Tanzschule am Laufen halten musste. Wie sich später zeigte, war sie aber trotzdem irgendwie anwesend 🙂

            Um 08:30 ging es dann endlich los.

            Unser Motto: Zwei Formationen – ein Herz

            Die Fahrt war schon sehr lustig. Das Lied: „Gute Laune“ hat uns beginnend im Bus den ganzen Tag über hinweg dann begleitet. Alleine für diese Stimmung hat sich der Bus wirklich gelohnt. Auch wenn die Stimmung so kochend heiß war, dass die Personen im hinteren Teil des Busses nicht nur von selbst schwitzten. Gott sei Dank saß ich vorne direkt neben Emi. Die meiste Zeit über froren wir durch die Klimaanlage, aber das war wesentlich angenehmer als hinten den Schweiß von der Decke abzubekommen.

            Um ca. 12 Uhr waren wir dann endlich an der Halle in Ludwigsburg angekommen. Zügig haben wir den Bus ausgeräumt und dann ging es schon in Richtung Umkleide.

12:30 Uhr, Rundsporthalle Ludwigsburg

            Endlich in der Umkleide hatten wir uns etwas umgeschaut und gesehen, dass unsere Garderobe zwischen dem Latein B-Team des Grün-Gold-Club Bremen und dem Latein A-Team aus Bremerhaven lag. Allein diese Tatsache war für einige von uns ein Highlight. Neben unserem Turnier der 2. Bundesliga Süd Standard fand nämlich auch die 1. Bundesliga Latein statt. Für mich zum Beispiel war das auch ein Highlight des Tages. Da ich selber in der Latein-A-Formation des TSW tanze, war es wie ein Traum, die Formationen, welche auf Weltmeisterschaften tanzen, auch einmal live sehen zu können.

            Kurz mal die Fläche abgecheckt, was leider bei den anderen Turnieren letztes Jahr zeitlich nicht möglich war. Beim ersten Anblick erinnerte mich der Boden an die Fläche in der Max-Reger-Halle, was sich aber leider später als ein großes Irrtum herausstellte. Daraufhin ging es schon ans Fertigmachen für die Stellprobe. Als Erstes war „Music“ dran und danach kamen wir dran.

            Für unsere Stellprobe hatten wir 17 Minuten Zeit. Schon beim Betreten der Fläche mit unseren Tanzschuhen hatten wir alle den gleichen Gedanken: „Oh mein Gott, ist die Fläche rutschig“ und „die Fläche ist wie in Rüsselsheim(unser letztes Turnier im Jahr zuvor – gerne nochmal nachlesen 😀 ).

            Gleich aufgestellt, damit wir gleich als Erstes auf Musik durchtanzen konnten. Dadurch, dass die Fläche gewachst war, ist man an einigen Stellen sofort ausgerutscht und an anderen Stellen kam man nicht vom Fleck weg. Es hat auch leider mich und meinen Partner erwischt. So sind wir – wie so viele andere bereits vor uns – in der scharfen Kurve beim Quickstep in der Mitte des Stückes hingefallen. Schnell wieder aufgestanden, um den anderen nicht im Weg zu stehen. Denn die Musik lief weiter und sollte so etwas während des Auftritts passieren, dann wird auch nicht hierfür extra abgebrochen. Sondern es heißt: Je schneller du wieder aufstehst und dich wieder einordnest, desto besser ist die Wertung im Nachhinein. Ein Fall bedeutet also nicht gleich Qualifikation, aber wie man damit umgeht, entscheidet die Wertung.

Nach der Stellprobe

            Unzufrieden von der Stellprobe sind wir mit unserer Teamkapitänin wieder zurück in die Umkleide. Als wir in der Garderobe angekommen waren, haben wir dann eine Überraschung von Emi für die Standard-A-Formation gesehen. Sie hatte Claudia dabei. Leider nicht die Echte, sondern einen lebensgroßen Papp-Aufsteller von ihr, welcher bei den beiden Durchgängen von „Music“ vorne beim Trainerstuhl stehen soll. Die Idee fand ich gut, da Emi selber bei „Music“ mittanzen musste und sonst der Stuhl vorne in der Mitte leer geblieben wäre.

            Leicht schmunzelnd und etwas besser gelaunt haben wir uns schonmal für den Auftritt fertig gemacht. Da unsere Trainerin noch für „Music“ an der Tanzfläche noch bleiben musste, blieb uns der Einlauf erst einmal erspart. Gott sei Dank…

            Wir hatten ca. vier Stunden Zeit zwischen der Stellprobe und dem offiziellen Beginn des Turniers.

            Diese Gelegenheit nutzte unsere Trainerin aus und schickte alle Standard-Turnier-Jungs zum Aufwärmbereich oberhalb der Umkleidekabinen. Dort übten sie fleißig, während wir Mädels uns schminkten und frisierten. Doch sie übten nicht am „Disney“-Stück. Sie arbeiteten fleißig an ihrer „Soda Pop“-Show, die unsere sogenannten Saja Boys auf der diesjährigen Serenade aufführen werden. (lest euch gerne hierzu auch den Bericht durch 🙂 )

            Als ob wir nichts Besseres zu tun hätten, kam Emi auch noch auf die Idee das Latein-Turnier-Stück durchzutanzen. „Schließlich sind ja bis auf ein Paar alle da“, so ihre Aussage und so gingen wir – da ich auch in dieser Formation mittanze – die Fehler vom Turnier in Altenburg die Woche zuvor nochmal durch. Doch irgendwann ging es für uns auch wieder zurück zur Umkleide.

            In der Zwischenzeit wurde die Startreihenfolge für die Vorrunde ausgelost. Standard-A war in der Vorrunde als Erstes dran und gleich danach kamen wir zum Zug. Nach einer Runde „Gute Laune“ hieß es umziehen, letzten Check machen und sich in Richtung Aufwärmbereich zu begeben. Von dort aus konnte man direkt auf die Fläche schauen und ich konnte sehen, wie sich die Halle immer mehr und mehr füllte. Da merkte ich schon ein bisschen, wie mein Puls immer schneller wurde.

Die Show beginnt

            Nochmal schnell aufwärmen, dehnen und manche Stellen im Stück durchgehen.

            Dann hieß es um 17:15, sich für die Vorstellung aufzustellen. Wir sind wieder runter und wollten uns hinter den Latein-Teams aufstellen, bis wir kurz vor Beginn erfahren haben, dass wir auf der falschen Seite standen und nun ganz vor mussten.

            Also einmal durch alle Latein-Teams durch. So auch am A-Team des Grün-Gold-Club Bremens und dessen Trainer Roberto Albanese vorbei. Für einige von uns, inklusive mir, war diese Sekunde an Begegnung alleine schon ein Highlight. Diese Mannschaft sind mehrfache Deutsche- & Weltmeister und die Tänzer mal live zu sehen war der Wahnsinn oOo .

            Vorne endlich angekommen stellten wir uns völlig aus der Puste der Reihe nach auf. Schnell noch einmal Schuhe richten, Lippenstift und Haarschmuck prüfen und dann ging es mit der Vorstellung los.

            Gleich nachdem wir die Fläche überquert hatten, ging es noch kurz in die Umkleide zurück, um unsere Pep Talks zu machen. Schnell noch was trinken und dann ging es für uns Disney-Tänzer die Treppe hoch Richtung Aufwärmbereich um „Music“ von oben zuzuschauen. Es war schon ein bisschen komisch am Rand der Tanzfläche beim Trainerstuhl einen Papp-Aufsteller zu sehen, aber es ist halt auch mal was Neues. Dieser wurde extra von den netten Leuten des Organisations-Teams vorne aufgestellt, sodass unsere Trainerin nicht noch mehr hin und her laufen musste.
            Beim letzten Drittel der Formation stellten wir uns schon mal auf der Treppe auf. Dann ertönte der letzte Ton und wir wussten, dass es nun soweit war. Jetzt ging das endlich los, wofür wir die ganze Zeit hingearbeitet hatten. Die Tür ging auf und wir begaben uns in die Halle. Am Rand der Fläche haben wir auf Emi gewartet, die bei „Music“ selber mittanzte und sich noch um den Papp-Aufsteller kümmern musste.

            Kurz noch mal eingeatmet und dann ging es auf die Fläche. Ich merkte, wie mein Puls immer schneller und schneller wurde. Im Kopf zählte ich mit: „1 2 3 4 Pose“. Plötzlich ging es los. Während des Stückes habe ich gesehen, dass die Standard-A-Tänzer uns von der Tribüne an der Seite der Tanzfläche aus anfeuerte. Alleine das puscht einen schon hoch, wenn die eigenen Leute einen anfeuern. Ich war so froh, dass sie mit dabei waren.

            Bis ich geschaut hatte, waren wir schon beim letzten Tango angekommen. Im Training fühlte sich die Formation wesentlich länger an, aber auf diesem Turnier hatte es sich wie 2 Minuten angefühlt. Dann kam die Schlusspose, verneigen und schließlich schon bereits der Abgang.

Nach der Vorrunde ist vor dem Finale

            Wir sind dann direkt wieder zurück in die Umkleide. Teilweise glücklich, trotzdem aber auch etwas enttäuscht, da wir mit unserer Leistung nicht zufrieden waren, was uns Emi dann später mehr als nur bestätigte. Leider konnten wir dadurch dann die Vorrunde von Latein nicht anschauen, da wir uns teilweise gleich wieder bequemere Sachen angezogen haben, um uns das Video von unserem Vorrunden-Durchgang anzuschauen. Wir hatten wirklich viele Sachen besprechen und unsere Trainerin war überhaupt nicht zufrieden mit unserer Leistung, was sie uns mehr als deutlich zu verstehen gab. Während wir uns das Video anschauten, merkte ich, dass meine Kopfschmerzen immer schlimmer wurden und mir langsam meine Augen schmerzten. Aber der Tag war noch nicht vorbei – also eine Tablette nehmen und Augen zu und durch. Schließlich hatten wir noch ein Finale zu tanzen.

            Nach der Besprechung sind wir nach einer kurzen Pause in das Gebäude nebenan, um in dessen Sporthalle noch einmal einige Passagen durchzugehen, damit der finale Durchgang auf jeden Fall besser wird als der Vorherige. Das hatten wir auf jeden Fall gebraucht – nicht nur das Durchtanzen, sondern auch den Anschiss von Emi 🙂 – wie sich später zeigte.

Auf ins Finale

            Um ca. 20:40 Uhr ging es dann mit unserem Finale weiter.

            Die Reihenfolge wurde wieder neu ausgelost. Lustigerweise hatten die jeweiligen Team-Kapitäne wieder die gleiche Reihenfolge gezogen. Zuerst war also erneut „Music“ dran, dann wir mit „Disney“, daraufhin folgte Kassel und als Letztes war Darmstadt an der Reihe.

            Also schnell wieder ins Kostüm schlüpfen und dann hieß es wieder das gleiche Spiel. Standard-A machte sich auf den Weg zur Halle und wir begaben uns wieder nach unserem Pep Talk wieder nach oben um zuzuschauen.
            Vorher fand noch das kleine Finale von der 1. Bundesliga Latein statt. Das letzte Team auf der Fläche war das aus Bremerhaven. Der Trainer hatte mitbekommen, dass unsere Standard-A-Formation keine Trainerin dabei hatte und da hatte er sich kurzerhand bereit erklärt hierfür einzuspringen und die Formation als Trainer ins Finale zu begleiten. Später haben wir sogar von Emi erfahren, wie es dazu gekommen ist. Letztendlich waren es nur Witze zwischen den TänzerInnen der Formation. Dann hatte man die Witze zu ernst genommen. Und plötzlich stand „Music“ mit einem Trainer, den sie vorher noch nie hatten, auf der Fläche und wurden von allen Seiten bejubelt. Also nicht nur wir von oben gaben unseren Kollegen Beifall, sondern auch die Latein-Formation des eingesprungenen Trainers war nun der größte Spontan-Fanclub.

            Und dann war es auch schon wieder soweit. „Music“ hatte die letzte Hebefigur gemacht und daraufhin haben wir uns so langsam mal aufgestellt, zusammen mit unserem Maskottchen „Alpaki“. Wir sind wieder in die Halle eingetreten und Emi kam zu uns gerannt. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht, nahm sie Simon das Maskottchen ab und meinte noch „wie geil doch der Auftritt war“, bevor sie uns noch dieselben Worte ihres „neuen“ Trainers wiederholte um uns ein letztes Mal zu pushen.

            Dann ging es wieder auf die Fläche. Das Intro fing an. Wir hatten dieses Mal wirklich alles gegeben, um Emi stolz zu machen. Für diese kurze Zeit merkte ich auch meine Kopfschmerzen nicht mehr. Während des Durchgangs habe ich gesehen, dass dieses Mal nicht nur „Music“ uns anfeuerte, sondern auch das Team aus Bremerhaven.

            Dann kam die Schlusspose und ich habe gemerkt, wie bei mir eine Last abgefallen ist. Wir verneigten uns und sind dann Richtung Tribüne gegangen. Dort empfing uns die Standard-A-Formation mit einem großen Applaus.

Wie bitte, was?

            Dieses Mal sind wir überglücklich von der Fläche gegangen. Nicht nur, weil wir zufrieden waren, sondern auch unsere Trainerin zufrieden schien. Sie sagte uns gleich danach auf der Tribüne, wie glücklich sie ist – und das ist nicht so einfach, Emi glücklich zu machen. Nach uns war dann das Team aus Kassel und daraufhin das Team aus Darmstadt dran. Direkt im Anschluss kam dann bereits die Wertung für alle 4 Teams.
            Als Erstes bekam „Music“ die Wertung, da sie im Finale zuerst tanzten. Der Moderator gab durch: 4 4 4 3 4 4 2 3. Alle fünf Paare waren sehr erstaunt, da ein Wertungsrichter ihnen sogar den 2. Platz gegeben hatte. Danach kam unsere Wertung.
            Leider konnten wir die einzelnen Wertungen nicht alle sehen, da die Wertungsrichter die Schilder wieder so schnell senkten. Der Moderator hatte aber die acht Wertungen der Reihe nach vorgelesen. Ich schaute unsere Trainerin an, die versucht hatte mitzuzählen, aber irgendwann den Faden verloren hatte. Alle von uns hatten bereits Tränen in den Augen.
            War es wirklich wahr? Hatten wir wirklich den 2. Platz gemacht? Nein, die müssen sich irren. Wir mit einer 6er-Aufstellung können doch keine 8er-Formation schlagen. Die Wertungen für Kassel und Darmstadt waren fertig und irgendwie konnten es alle Anderen wahrhaben, außer wir Disney-Tänzer inklusive Emi.

            Wir sind in der kurzen Pause in die Umkleide, haben teilweise schon zum Weinen angefangen und konnten es immer noch nicht glauben. Wir haben unser „Gute Laune“-Lied aufgedreht und losgesungen. Die „Music“-Leute waren diejenigen, die es allen voran verstanden hatten, dass wir tatsächlich den zweiten Platz gemacht hatten. Anhand der Tatsache, wie Music sich für uns gefreut hat, hat man unser Tagesmotto erst richtig erkannt.

            Als wir uns dann langsam wieder gefangen hatten und so langsam aufgehört hatten zu weinen, sind wir wieder zurück in die Halle, um das große Finale von Latein anzuschauen.
            Auf der Tribüne hatte schon Kassel auf uns gewartet und uns für den 2. Platz beglückwünscht. Sie fanden es sehr amüsant, dass wir diese Tatsache auch weiterhin immer noch nicht wahrhaben konnten.

Der Abschluss eines langen Tages

            Das erste Team von Latein war für mich ein persönliches Highlight. Das A-Team vom Grün-Gold Club Bremen. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich die mehrfachen Weltmeister in Latein live gesehen und konnte sie vor Ort anfeuern. Live hatte der Auftritt sogar noch viel besser ausgeschaut als über einen Live-Stream, obwohl wir leider nur von der Seitentribüne zuschauen konnten. Für mich ist in diesem Moment ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich wollte den GGC schon immer mal live sehen und, dass es jetzt endlich so weit war, konnte ich irgendwie gar nicht so ganz glauben.
            Formationen, welche an Meisterschaften teilnehmen, plötzlich vor Ort sehen zu können, ist auf jeden Fall etwas ganz anderes als sie nur über einen Live-Stream zu sehen. Währenddessen versuchte ich zu realisieren, was über den Tag alles passiert war.

            Als ob das nicht schon schön genug gewesen wäre, fand nach dem letzten Team auch direkt dann noch die Siegerehrung statt. Wir – zusammen mit den Weltmeistern auf einer Fläche. So ganz glauben konnte ich das nicht oOo

            Als Erstes war die Siegerehrung der Standard-Teams. Der Moderator hatte mit dem 4. Platz angefangen und „Music“ zu sich gebeten, um die Urkunde und Gummibärchen abzuholen.
            Dann ging es weiter mit dem 3. Platz. Als der Moderator dann Kassel nannte, wurde es uns allen erst bewusst. Wir hatten es wirklich geschafft.
            Daraufhin las er den 2. Platz vor: „Das A-Team der Tanzsportwelt der Höllriegl’s e. V. aus Weiden mit ihrem Thema Disney.“ Wir haben angefangen zu jubeln, inklusive „Music“. Emi holte die Urkunde und den Pokal ab. Mir standen wieder die Tränen in den Augen. Keiner von uns konnte es bis zu diesem Moment wirklich glauben. Aber es stand wirklich auf der Urkunde. Wir hatten wirklich den 2. Platz gemacht. Ich schaute meinen Tanzpartner an und uns ist beiden das Wasser in den Augen gestanden. Wir umarmten uns und da ist bei mir die ein oder andere Träne geflossen.
            Als wäre es nicht schon ein Highlight gewesen, den Grün-Gold-Club live zu sehen, haben wir tatsächlich auch den 2. Platz mit nur sechs Paaren gemacht. Obwohl ich es auf der Urkunde gesehen habe, konnte ich es immer noch nicht fassen. Wir haben lange gejubelt und mit uns auch die „Music“-Formation. Man konnte ihnen direkt ansehen, wie sehr sie sich für uns gefreut haben.

            Zu guter Letzt war Darmstadt dran mit ihrem 1. Platz. Im Anschluss daran war die Siegerehrung von Latein. Natürlich hat das A-Team aus Bremen den wohlverdienten 1. Platz gemacht.

            Nach ganz vielen Fotos sind wir langsam wieder in Richtung Umkleide, denn wir waren alle kaputt und hatten noch eine längere Busfahrt vor uns. In der Umkleide angekommen haben wir erst einmal weiter gefeiert und gejubelt, dass wir es wirklich geschafft haben, Kassel mit nur sechs Paaren zu schlagen. Lustigerweise war genau das unser Ziel für diese Saison 😀 . Langsam realisierte ich erst, was an diesem Tag alles passiert war, aber so ganz konnte ich das mit dem 2. Platz immer noch nicht glauben.

            Um ca. 23:45 Uhr waren wir dann endlich am Bus versammelt und machten uns dann wieder auf den Weg nach Weiden.

            Eigentlich wollten wir im Bus feiern, aber wir waren alle tatsächlich so kaputt von diesem ganzen Tag, sodass wir die ganze Fahrt über nur schliefen.

            Um 02:30 Uhr kamen wir dann endlich wieder an der Tanzschule an. Schnell nur noch den Bus ausräumen und dann hatten wir uns alle nach Hause begeben.

Fazit

            Mein Fazit: Das erste Standard-Turnier dieser Saison war ein unvergesslicher Tag! Wir haben den 2. Platz mit nur sechs Paaren und einer Wertung von 3 2 2 2 2 3 3 2 gemacht, was für mich bis heute immer noch etwas unrealistisch ist. Für mich ist an diesem Tag ein Traum in Erfüllung gegangen und wir hatten den Spaß unseres Lebens mit unseren Kollegen der „Music“-Formation. Wie am Anfang schon erwähnt: Zwei Formationen – ein Herz. Ich werde diesen Tag niemals vergessen!

            Ich freue mich schon auf kommende Turniere mit unserem Team und der Standard-A-Formation in diesem Jahr und auf viele weitere schöne Erlebnisse 🙂

Ludwigsburg in Bildern –
Start der 2. Bundesliga Standard Süd

Ein Turniertag voller Spannung, Teamgeist und großer Emotionen. Vom gemeinsamen Ankommen und den letzten Vorbereitungen bis zu den Momenten auf dem Parkett – diese Bilder lassen das erste Turnier in Ludwigsburg noch einmal lebendig werden und zeigen die vielen kleinen Augenblicke, die diesen Tag für unsere Teams besonders gemacht haben.

Stellprobe – Disney

Verena Aichholzer

Autorin

„Langsam realisierte ich erst, was an diesem Tag alles passiert war, aber so ganz konnte ich das mit dem 2. Platz immer noch nicht glauben.“